Knapp dreißig Teilnehmende konnte KAB-Diözesanvorsitzender Berthold Ufermann am 01. April im Pfarrheim der Gemeinde St. Mariä Himmelfahrt in Köln-Holweide zu einem nicht ganz einfachen Thema begrüßen. Unter der Überschrift „Gottes Schöpfung der menschlichen Arbeit aufgetragen“ beschäftigte sich der Senior*innentag der KAB mit der „sozial-ökologischen Transformation“. Sie beschreibt den Wandel hin zu einer nachhaltigen und gerechten Gesellschaft und zielt darauf ab, die Umwelt zu schützen, indem Ressourcen geschont und der Co2-Ausstoß reduziert wird. Gleichzeitig soll soziale Gerechtigkeit gefördert werden, indem alle Menschen Zugang zu fairen Arbeitsbedingungen, Bildung und Gesundheitsversorgung haben. Das erfordert eine Umgestaltung der Wirtschaft, die nicht nur auf Wachstum und Profit setzt, sondern auf Nachhaltigkeit und Wohlstand für alle. Andris Gulbins, Vorsitzender der KAB im Bistum Aachen, verknüpfte in seinem Impulsvortrag diese Grundlagen mit den Schriften von Papst Franziskus, der sich aus christlicher Perspektive für die Themen stark gemacht hat und von dem die Aussage stammt „Diese Wirtschaft tötet.“ Dem Impulsreferat folgte eine angeregte Diskussion, in der auch deutlich wurde, wie ohnmächtig man zum Teil als Einzelperson vor der Notwendigkeit der Veränderungen steht. Die nachmittäglichen Workshops boten Gelegenheit, der Frage nachzuspüren, ob wir uns ändern können und uns ändern werden. Dass wir es müssen, ist zumindest, wenn man wissenschaftlichen Erkenntnissen zum Klimawandel folgt, deutlich mit Ja zu beantworten. Marcel Joisten, der als Ehrenamtlicher für das von Al Gore gegründete The Climate Reality Project tätig ist, informierte die Anwesenden über die Auswirkungen des Klimawandels weltweit. Norbert Lange, Mitglied der KAB Gronau in Bergisch Gladbach, lud in seinem Workshop dazu ein, über die Reduzierung von Plastik im eigenen Alltag nachzudenken und Peter Heidkamp von der KAB Pulheim lud dazu ein, bei allem schweren und allem komplizierten mal den Versuch zu wagen, die Welt allein durch eine positive Einstellung in einem anderen Licht zu sehen. Ein Gottesdienst zur Schöpfungsgeschichte rundete den Tag ab. Und wenn die dreißig Teilnehmenden mit dem Gefühl nach Hause gegangen sind, dass sie das Gute sehen, es dann laut sagen und damit dazu beitragen, dass das Gute auch gedacht wird. Probiert es mal aus.
