29.02.2020

Bundesweiter Aktionstag "Kenn Deinen Wert!"

Katholische Arbeitnehmer-Bewegung fordert beim bundesweiten Aktionstag Mindestlohn von 13,69 €

"Kenn Deinen Wert!" steht in großen Buchstaben auf dem Banner, das die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) so vor der Stadtgalerie in Langenfeld platziert hat, dass es schon von weitem gut sichtbar ist. Am heutigen bundesweiten Aktionstag für einen fairen, d. h. angemessenen Mindestlohn will der Sozialverband deutlich machen, dass der aktuelle Mindestlohn von 9,35 zur Armut der Mindestlohnempfänger*innen führt. „Wir kämpfen für einen Mindestlohn von derzeit 13,69 €, weil jede*r von seiner*ihrer Hände Arbeit leben können muss und vor allem wollen wir, dass alle im Alter eine Rente haben, die auskömmlich ist“ sagt Uwe Temme, der Diözesanvorsitzende der KAB im Erzbistum Köln.

„Wissen sie wie hoch der aktuelle Mindestlohn ist?“ fragt seine Kollegin Andrea Hoffmeier zur gleichen Zeit einen jungen Mann, um gleich die Frage „Finden sie das auskömmlich?“ nachzuschieben. Die anderen Mitglieder der DL tun es ihr gleich, unterstützt von Vertreter*innen des ortsansässigen Vorstandes des Städteverbundes Langenfeld/Monheim. 

Hier und da lassen sich Passant*innen ins Gespräch verwickeln und nehmen dankbar Informationen zum Engagement der KAB an. Im Fokus immer wieder auch die „Mindestlohn-Waage“. Diese gerät in Schieflage, wenn der Mindestlohn weniger als 13,69 € brutto beträgt. Bereits heute kann ein großer Teil der Bevölkerung mit dem Einkommen nicht auskommen. „Der viel zu geringe Mindestlohn fördert mit belegbaren Folgen soziale Verwerfungen in unserer Gesellschaft“, stellt die Städteverbandsvorsitzende der KAB in Langenfeld und Monheim Kerstin Hoffmann fest und führt weiter aus: „Nicht nur, aber insbesondere in sozialen Ballungsräumen sind viele Betroffene gezwungen, steigende Mieten und Lebenshaltungskosten sowie kommunale Gebühren zu finanzieren, „nebenbei“ geringfügige Beschäftigungsverhältnisse einzugehen.“

Bilder: Thomas Wieczorek