Diözesanverband Köln
Diözesanverband Köln

Struktur und Aufbau

Dem Diözesanverband der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung im Erzbistum Köln gehören ca. 5.000 Mitglieder in 102 Vereinen an. Er ist untergliedert in 16 Stadt- bzw. Kreisverbände, die sich an den kirchlichen und kommunalen Grenzen orientieren.
Die Schwerpunkte der Arbeit lassen sich an Hand der Überschriften aus dem Grundsatzprogramm gut beschreiben:

KAB ist Kirche

Die Hoffnungsbotschaft des Evangeliums im persönlichen und politischen Leben heute Wirklichkeit werden zu lassen, sieht die KAB als ihren spezifischen Auftrag. So ist sie Teil des Volkes Gottes. KAB ist Kirche.

Gottes Gerechtigkeit wird da deutlich, wo den Unterdrückten Recht verschafft wird; von daher hat die KAB eine Option für die Benachteiligten aller Art getroffen. Für die KAB ist Gerechtigkeitshandeln wesentlicher Bestandteil der Glaubensverkündigung.

Beispiele: Wallfahrt, Friedensgebet, Nikolaus Groß Tag.

KAB wurzelt in der Arbeiterbewegung

Interessenvertretung und Option für die Benachteiligten sind heute – angesichts der gesellschaftlichen Spaltungen – dringlicher denn je. Zentrale soziale Zielsetzungen bleiben für die KAB die notwendige Versorgung der Menschen mit Gütern und Dienstleistungen, das Einlösen eines Rechts auf Arbeit und soziale Sicherung für alle Menschen, eine sozial gerechte Verteilung der erwirtschafteten Gewinne und Überschüsse sowie gerechte Handelsbeziehungen auf nationaler und internationaler Ebene.

So versteht sich die KAB als offenes Kirchenfenster nach aussen in die Welt.

Beispiele: Sozialbündnisse, Proklamation „Menschen beteiligen – Gerechtigkeit schaffen“, Vision einer Tätigkeitsgesellschaft.

Als Bewegung für Gerechtigkeit ist die KAB:

  • Politische Bewegung
    Beispiele: Modell einer solidarischen Alterssicherung (Rentenmodell), 

    Einsatz für den freien Sonntag, Nachhaltig leben und arbeiten

  • Selbsthilfebewegung
    Beispiele: Rechtsschutz für Mitglieder, Vertretung in den Gremien der Sozialversicherungsträger und als Richterinnen und Richter.

  • Bildungs- und Aktionsbewegung
    Beispiele: Zielgruppenarbeit, Diözesanes Bildungsprogramm zur Qualifizierung von ehrenamtlichen Verantwortlichen mit dem Ziel breiter Bildung vieler Mitglieder („Vom Meinungsträger zum Hoffnungsträger“).

  • Internationale Bewegung
    Beispiele: Projekte in Guatemala und Kamerun mit dem Ziel, eigenständige (Land-) Arbeiterbewegungen aufzubauen.

Dazu erfahren die Mitglieder in den Vereinen neben der gesellschaftlichen Bedeutung und dem politischen Handeln den Verband als Ort der Gemeinschaft, der Anerkennung und der Geselligkeit; ihm kommt damit auch eine große persönliche Bedeutung zu. Auch das trägt zur pastoralen Bedeutung des Verbandes für den einzelnen Menschen bei.